Folgende Prinzipien dienten uns als Orientierung:
Rollen/Verständigungsanlässe, Themen, Sachverhalte, Situationen und Sprechanlässe müssen dem ausländischen Kind etwas bedeuten.Auf die Muttersprache und die über sie vermittelten Erfahrungen sollte Bezug genommen werden.
Der formal sprachliche Aspekt des Deutschlernens (korrekt sprechen und schreiben lernen) darf zwar nicht ganz vernachlässigt werden, steht aber nicht im Vordergrund. Wichtig ist, die ausländischen Schüler auf ihrem jeweiligen Niveau der Sprachbeherrschung zu sprachlichen Äußerungen zu ermutigen und darin zu bestärken, sich auch mit unzureichenden sprachlichen Mitteln an der Kommunikation und den Handlungsabläufen zu beteiligen.
Einbeziehung der Realität so weit als möglich in den Lernprozeß, d.h. Vermittlung der Bereiche außerhalb der unmittelbaren Sprachförderung (deutscher Alltag, häuslicher Bereich, Integration in der Regelklasse).
Integration bikulturell vermittelter Erfahrungen (Märchen, Geschichten, Lieder) zur Erweiterung der kreativen Phantasie des Kindes durch Sprachförderung.
Ergänzung des systematischen Sprachunterrichts durch projektorientiertes Lernen mit der Gruppe. Offenheit für alle von den Kindern selbst eingebrachten Sachen, Themen und Fragen und genügend «Spielraum» zum Eingehen auf die pädagogischen Probleme der Lerngruppe.
Genügend pädagogische Zuwendung seitens des Lehrers als einzige Bezugsperson, bei der die ausländischen Kinder emotionalen Halt finden.
Für die Planung und Gestaltung des Unterrichts in Deutsch als Zweitsprache im Rahmen unseres Projektes galt es nur noch das oben Genannte zu bedenken und zu beachten und für eine Kommunikation im angstfreien Raum mit Gleichaltrigen zu sorgen.
Dieses sollte im Rahmen eines kindgerechten, handlungs- und lustbetonten interkulturellen Unterrichts (gegenseitiges Wahrnehmen, voneinander lernen, aufeinander zugehen und akzeptieren, miteinander handeln) stattfinden.